Sehhecht's Log

Nov. 03

@WhoEver7Ups Favorites

Eine Zeitreise durch die eigenen tweets. Das war ganz schön spannend, zu sehen, wie sich im Laufe der Monate mein Stil veränderte. Vielleicht, weil sich im Leben etwas verändert hat. Manchmal bekommen tweets Sterne, die ich selber gar nicht sooo toll fand. Und andere, die mir gefielen, fanden weniger Beachtung. Hier habe ich meine Favoriten zusammengestellt, wobei - inzwischen gibt es schon so viele mehr…

Und bei jedem ist es ein anderes Wort, welches das „Klick“ auslöst. Wie eine Versuchsreihe.

Im Schatten ist es so ruhig, weil man dort das Licht nicht hört.

„Mit der neuen Brille siehst Du richtig übel aus.“ „Ich habe keine neue Brille.“ „Aber ich…“

Immer wenn ich dieses “Lanz kocht“ irgendwo lese, denke ich an einen altersschwachen Trecker, dem der Kühler heiss gelaufen ist.

Schweinsteiger wäre für mich nur ein Held, wenn er am Morgen nach so einem Spiel ein Schulkind zum Aufstehen bewegen könnte.

Ich habe gerade eine Sicherungskopie von mir gemacht. Hatte ich gar nicht gedacht, dass ein Mensch so wenig Speicherplatz beansprucht.

Um ein Herz zu brechen, genügt es, kein Zeichen zu geben.

Ich häkle mir jetzt ein eigenes Netz.

Am höchsten Punkt von der Schaukel abspringen. Bevor man sich verschaukelt.

Innere Leere könnte man mit Watte füllen. Dann tut es nicht so weh, wenn man sich daran anstösst.

Zwischen uns steht ein Mittelpunkt.

Menschen, die ein Lichtermeer hinterlassen wollen, aber letztendlich nur verbrannte Erde produzieren.

Wenn man alleine ist, kann man selbst bestimmen, wie laut die Stille ist.

Soll der Alltag doch grau bleiben. In meinem Kopf ist es bunt.

Wenn man sich umdreht und rückwärts läuft, wird Gegenwind zum Rückenwind.

Ich könnte mich dort verlieren, wo ich gerade war.

"Wo die Liebe hin fällt". Das ist ja dann hoffentlich da, wo einer auffängt.

Wir zwei sind die drei Einzigsten.

Nur für alle, die glauben, ich habe das hier nötig: Ich habe das hier nötig.

Das Leben ist eine einzige Andeutung.

Eine gestammelte Liebeserklärung ist mir lieber als eine überkandidelte, in Folie laminierte Worthülse.

Oft komme ich zu spät zu einem tweet. Dann kann ich nur ‘nen Stern dran pappen. Und was ich eigentlich sagen wollte, bleibt auf der Strecke.

"Hast Du einen Plan für morgen?" " Nö, muss ich das?" "Nicht unbedingt. Ich dachte nur…" "Denk nicht zu viel, das macht Dich nur alt."

Contenance. Schultern zurück. Blick gerade aus. Durchatmen. Scheisse sagen. Weiter machen.

Manche essen Gefühle mit Stäbchen.

Die Arroganz wählt aus, auf was sie antwortet.

Beim letzten Gang durch meine TL komme ich mir oft wie ein altes Mütterchen vor, das da eine Decke zurecht zuppt, dort ein Küsschen gibt…

Sept. 09

Sehhechts Darlings

Tweets, die ich gerne geschrieben hätte, wenn ich sie nicht selbst geschrieben hätte (in willkürlicher Reihenfolge):

13 sein und durch die Straße deiner heimlichen Liebe gehen und glauben, man ist dem Tod durch Bauchschmetterlinge nahe.

hat Halb-Wissen studiert, aber nicht abgeschlossen.

Also ging sie. Ich sah ihr nach und wurde immer kleiner, und kleiner, und noch kleiner, bis man mich nicht mehr sehen konnte.

Das Problem mit vielen jungen Fußball-Profis heutzutage: Sie räumen einmal ihr Zimmer nicht auf und schon glauben sie, sie sind Messi.

Selbstbildnis im Gedankenkarussel (nach den Eltern winkend).

Psychologen fanden die Tat des Amokläufers unverständlich, dabei wurde er jeden Tag von seiner Freundin auf dem Sofa in die Ecke gequetscht.

Lieber schizophren als die ganze Arbeit allein machen.

Es gibt Läden hier, da kommst du gar nicht rein ohne eigenes Drehbuch, das du Fischsuppe löffelnden Promis in die freie Hand drücken kannst.

Anspruchpartner.

Gute Tat des Tages: Die Tasche auf dem DB-Gepäckband so anschieben, dass das Band glaubt, es hätte die Aufgabe auch allein geschafft.

Das Auge disst mit.

Der größte Feigling ist doch das Selbstvertrauen, das sich nie blicken lässt, wenn die Lage mal prekär wird.

Traum: König des B-Tweets werden.

Der Tag und die Nacht sind feines Handwerk. Die Dämmerung ist die Kunst.

"Lasst uns neu anfangen!" - "Schön!" - "Lebewohl."

Zusammenschein.

Ich kann eine Gesellschaft, in der es nicht akzeptiert ist in der Öffentlichkeit zu tanzen, wenn einem danach ist, nicht ernst nehmen.

Melancholie: Sehnsucht nach den Erinnerungen Anderer.

Vögeln verleiht Flügel.

Twitter: Wo sich die Ziellosen auf unterhaltsame Weise gegenseitig darüber hinweg trösten, dass sie nie einen Roman schreiben werden.

hört gerade Blasmusik, guckt dabei aus dem Fenster und schreibt die Falschparker auf.

Dez. 14

mittelschicht: Destroy -

mittelschicht:

Ich stell mir vor, ich komm spät nach Haus. Ich stell mir vor: keiner da. Ich stell mir vor, keiner hat angerufen, wann ich endlich da bin. Auf dem Tisch steht Essen. Frisch. Meine Frau hätt’s gekocht, für sich und die Kinder. Und mich. Kinderdinge liegen auf dem Tisch. Stofftiere. Unordnung….

Dez. 13

"Ich brauche NOCH Einen!!"

Gestern auf YouTube ein Interview gesehen mit Stewart Copeland, dem Schlagzeuger von The Police. Der wurde vor der Wiedervereinigungstour in 2007 vom Bandmanager angerufen, weil das Konzert in Oakland innerhalb von 25 Minuten ausverkauft war. Ein Stadion mit 60.000 Sitzplätzen, in 25 Minuten! Copeland sagte:

"Eine Stunde lang war ich: ‘WOWW!! YEAH, BABY!!!’ Ein paar Stunden später: ‘Yeah, Mann, das ist echt geil!’ Am Ende des Tages: ‘Naja, das ist ehh, ja…’ Einen Tag später: ‘Ich brauche NOCH Einen!!’"

Gefühl kam mir, als Twitterer, sehr bekannt vor. Euch?